---
Es ist wie in deiner wunderschönen Geschichte, wo die Schwarzen auf ihre Seelen warten. Die Seelen sind immer etwas hinterher, brauchen Zeit und trödeln in der Gegend herum. Ich habe diese Geschichte schon gehört oder darüber gelesen, aber ich habe sie mittlerweile wieder vergessen. Sie ist in der Tat gut, und als Psychologe sollte man sie nicht vergessen. Ich danke Dir dafür. Wenn man, auf dem Bild mit Blick ins Tal, wenn man hinten beim Schneeberg nach links weiter das Tal hinauffährt, so kommt man schliesslich in ein wunderschönes Hochtal. Es ist als Gebiet für den Langlauf (nordisches Skilaufen) bekannt und hat viele Loipen. Dort oben leben die Menschen ausschliesslich in Holzhäusern, die aus festen und dicken Stämmen gebaut sind. Und in alten Häusern gibt es unter der Decke der Stube einen kleinen Holzladen, den man öffnen kann und der ins Freie geht. Die Leute haben ihn geöffnet, wenn ein Familienmitglied gestorben ist. Dieser kleine Laden wird deshalb „Seelen-Laden" genannt. Er dient dazu, die Seele der Verstorbenen entwischen und zum Himmel aufsteigen zu lassen.
Mittwoch, 8. September 2010
Montag, 6. September 2010
... und heute
Man weiss nicht richtig wie, aber unsere Wirklichkeitsauffassung beginnt sich schon zu verändern...
- Wenn ich einen Baum fälle auf meinem Grundstück und dann weder darüber twittere, blogge noch "facebooke" - ist es dann wirklich passiert?
- Eigentlich nicht...
- Preliminär, vielleicht, aber es ist nicht eine vollendete Handlung.
(Datum: den 6 september 2010 16:48)
Sonntag, 5. September 2010
Gestern ...
Türme wieder gefunden :-)
Halo Marlena
Siehst du, gestern waren wir beide so früh dran, dass ich heute zu
meinem Morgenkaffee keinen Mail von dir habe. Schade, wo ich sonst
doch diesen feinen Butter-Croissant so sehr liebe, und er mir auf der
Zunge bleibt bis zum ersten Pastis gegen Mittag. Du warst mir
gestern abend ziemlich intensiv im Sinn, wie eine ferne Geliebte. Hast
du denn überhaupt nichts bemerkt? Wo hast du denn deine
Empfangsstation, deine weiblichen Antennen, deinen 7. Sinn???
---
Ich war bis gegen 2330h Büro, weil ich noch einen Bericht
fertigstellen musste. Und um mir kleine Pausen zu gönnen, bin ich 2
oder 3 mal ins Netz. Man geht ja heute nicht mehr „an die frische
Luft" oder „kurz austreten" (Toilette) oder „eine rauchen", sondern
man geht „ins Netz". Und das heisst ja nun irgendwie, dass man seine
körperliche Existenz verlässt und irgendwie virtuell wird und so durch
Telefonkabel pfeilt. Im Grunde genommen hat sich dieser Descartes,
den ihr bei euch in Schweden oben mit Hilfe Kristinas und der kalten
Luft so traktiert habt, dass er von der RES EXTENSA in die reine RES
COGITANS geflüchtet ist .. im Grunde genommen hat sich dieser
Descartes echt bewahrheitet mit der Unterscheidung von Körper und
Bewusstsein. Das Internet macht es möglich. So platonisch wie wir
uns lieben hätte man sich früher niemals lieben können. So geistig,
wie wir uns geistig zusammengefunden haben, hätte man sich früher
niemals finden können. Man kann sich fragen, wann die
„Internet-Ehe" eingeführt und gesetzlich geregelt wird?
Date: Fri, 24 Mar 2000 07:19:16 GMT
Halo Marlena
Siehst du, gestern waren wir beide so früh dran, dass ich heute zu
meinem Morgenkaffee keinen Mail von dir habe. Schade, wo ich sonst
doch diesen feinen Butter-Croissant so sehr liebe, und er mir auf der
Zunge bleibt bis zum ersten Pastis gegen Mittag. Du warst mir
gestern abend ziemlich intensiv im Sinn, wie eine ferne Geliebte. Hast
du denn überhaupt nichts bemerkt? Wo hast du denn deine
Empfangsstation, deine weiblichen Antennen, deinen 7. Sinn???
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Ich war bis gegen 2330h Büro, weil ich noch einen Bericht
fertigstellen musste. Und um mir kleine Pausen zu gönnen, bin ich 2
oder 3 mal ins Netz. Man geht ja heute nicht mehr „an die frische
Luft" oder „kurz austreten" (Toilette) oder „eine rauchen", sondern
man geht „ins Netz". Und das heisst ja nun irgendwie, dass man seine
körperliche Existenz verlässt und irgendwie virtuell wird und so durch
Telefonkabel pfeilt. Im Grunde genommen hat sich dieser Descartes,
den ihr bei euch in Schweden oben mit Hilfe Kristinas und der kalten
Luft so traktiert habt, dass er von der RES EXTENSA in die reine RES
COGITANS geflüchtet ist .. im Grunde genommen hat sich dieser
Descartes echt bewahrheitet mit der Unterscheidung von Körper und
Bewusstsein. Das Internet macht es möglich. So platonisch wie wir
uns lieben hätte man sich früher niemals lieben können. So geistig,
wie wir uns geistig zusammengefunden haben, hätte man sich früher
niemals finden können. Man kann sich fragen, wann die
„Internet-Ehe" eingeführt und gesetzlich geregelt wird?
Date: Fri, 24 Mar 2000 07:19:16 GMT
"Die Himmelstür zum Cyberspace"
*
Ich habe gerade ein interessantes Buch gefunden, das zu lesen ich angefangen habe. Es heisst "Die Himmelstür zum Cyberspace" von einer amerikanischen Wissenschaftsjournalistin namens Margaret Wertheim. Ich bin noch nicht so weit in der Lektüre, aber man kann alles nachlesen, was wir beide schon diskutiert haben über Platonismus, den klassischen Dualismus von Körper und Geist, den Cyberspace als die RES COGITANS Descartes' und viele ähnliche Dinge, inklusive alles, was mit dem Symbol eines Turmes assoziiert sein könnte. Ich glaube, Marlena, wir haben unsere imaginären Bedingungen gar nicht so schlecht durchschaut. Und darüber können wir doch ein wenig stolz sein.
Solche Fragen der modernen Medien, und wie sie unser Weltbild verändern können, das interessiert mich mehr als die technischen Fragen des EDV-Systems. Doch natürlich muss ich zugeben, dass ich oft bei Diskussionen schweigen muss, und dass ich in vielen kleinen Situationen des Alltages ein wenig hilflos sein kann.
*
Ich habe gerade ein interessantes Buch gefunden, das zu lesen ich angefangen habe. Es heisst "Die Himmelstür zum Cyberspace" von einer amerikanischen Wissenschaftsjournalistin namens Margaret Wertheim. Ich bin noch nicht so weit in der Lektüre, aber man kann alles nachlesen, was wir beide schon diskutiert haben über Platonismus, den klassischen Dualismus von Körper und Geist, den Cyberspace als die RES COGITANS Descartes' und viele ähnliche Dinge, inklusive alles, was mit dem Symbol eines Turmes assoziiert sein könnte. Ich glaube, Marlena, wir haben unsere imaginären Bedingungen gar nicht so schlecht durchschaut. Und darüber können wir doch ein wenig stolz sein.
Solche Fragen der modernen Medien, und wie sie unser Weltbild verändern können, das interessiert mich mehr als die technischen Fragen des EDV-Systems. Doch natürlich muss ich zugeben, dass ich oft bei Diskussionen schweigen muss, und dass ich in vielen kleinen Situationen des Alltages ein wenig hilflos sein kann.
*
Mittwoch, 1. September 2010
Preiselbeeren - lingon

Chéri, du schilderst die Dinge, wie sonst niemand das tun kann und
somit lässt du mich wirklich doppelt leben. Das habe ich heute wieder
gemerkt, als ich im Wald Preiselbeeren pflücken war. Ich liebe es
im Wald zu sein. Es riecht so herrlich und die Luft ist erfrischend.
Man spürt fast wie wohltuend sie ist. Und dort, umgeben von
Preiselbeerkraut mit herrlich rot leuchtenden Beeren (man
möchte fast glauben jemand hätte sie auf Hochglanz poliert) dachte
ich plötzlich wie komisch es ist so ganz in der Natur zu sein und sich
gleichzeitig in einer grossen Weltstadt zu befinden. Du machst mir
das möglich, mein Liebling, und ich bin dir unendlich dankbar dafür.
*
Date: Sun, 24 Aug 2003 22:33:22 +0200
gemerkt, als ich im Wald Preiselbeeren pflücken war. Ich liebe es
im Wald zu sein. Es riecht so herrlich und die Luft ist erfrischend.
Man spürt fast wie wohltuend sie ist. Und dort, umgeben von
Preiselbeerkraut mit herrlich rot leuchtenden Beeren (man
möchte fast glauben jemand hätte sie auf Hochglanz poliert) dachte
ich plötzlich wie komisch es ist so ganz in der Natur zu sein und sich
gleichzeitig in einer grossen Weltstadt zu befinden. Du machst mir
das möglich, mein Liebling, und ich bin dir unendlich dankbar dafür.
*
Date: Sun, 24 Aug 2003 22:33:22 +0200
mildernde Umstände ...
Ämne: mildernde Umstände des Winterschlafs
Liebste Marlena
Ach, ein paar Monate zusammengerollt mit Dir, der grossen weisen Bärin, das würde mir doch zusagen, in einer dunkeln, aber geschützten Höhle. Und dazu die Stille, so dass man nur das leise Liebesgeflüster hört. Das wäre doch wunderbar.
Es war ganz lustig gestern. Ich meine, der geschäftliche Teil ging einigermassen gut über die Bühne. Sie haben zwar wieder mal intensiv über Geld diskutiert, die Herren Direktoren und Bosse und Chefs. Aber die Beschlüsse waren dann ganz vernünftig. Und der neue Präsident hat eine kurze Antrittsrede gehalten und sein Dreipunkteprogramm vorgestellt. Weißt Du, welches sein erstes Ziel ist: dass keiner aus dem Club austritt. Ein reines Negativprogramm. Aber er meint es nicht so. Er ist ein Kunstmaler und ein ziemlich origineller Kopf. Es wird ihm in diesem Jahr schon was lustiges einfallen.
Und dann gab es ein essen. Und ich hatte zwei interessante Tischnachbarn. Beide waren mehrere Jahre in Schweden gewesen und waren begeistert. Und ich glaube, bei beiden ging die Liebe zu Schweden über schwedische Frauen. Der eine, heute ein älterer Gentleman, immer sehr schick gekleidet, Modejournalist, erzählte mir von seiner schwedischen Freundin, eine Adelige, mit der er in Sörland oder so ähnlich gelebt hatte. Er konnte sogar aus der schwedischen Literatur zitieren und die ersten Takte eines Liedes singen. Och, er hat richtig geschwärmt von den Schweden, ihrer Naturmystik, ihrer Liebe zur Geschichte und zur Literatur. Aber zwischen den Zeilen konntest Du sehen, dass er immer noch an seine adelige Liebe denkt. Und er meinte, sie hätten bloss nicht heiraten können, weil sie keinen Bürgerlichen heiraten konnte.
Und der andere Kollege, ein Klavierbauer, und sonst eigentlich ein stiller Typ hatte ganz leuchtende Augen, als er von den schwedischen Mädchen erzählte. Wenn er abends von der Arbeit nach Hause gekommen sei, hätten sie schon zu mehreren auf der Treppe gesessen und auf ihn gewartet. Als Ausländer hätte er auch an der Bar Alkohol bekommen können. Und wenn man den Mädchen eine Flasche zeigte, dann wären sie überall hin mitgekommen. Oder an einem Fest hätte er immer gefragt, woher die Mädchen kommen, und sich dann mit derjenigen beschäftigt, die 50km weit hergekommen ist, um sie anschliessend mit dem Auto wieder heimzubringen.
Du siehst, Marlena, die schwedischen Frauen haben einen Ruf, der durch ganz Europa weht. Man weiss ja nie so genau, was man davon halten kann, denn wir haben auch ziemlich Wein getrunken gestern Abend. Aber eines ist sicher: beide waren von den schwedischen Frauen tief beeindruckt. Und sie haben die intensiven Erlebnisse auch in Zusammenhang gebracht mit der langen Dunkelheit im Jahr, und der kurzen und intensiven Vegetationszeit. Es hat so geklungen, als ob man die paar sommerlichen Monate bis zur kürzesten Sekunde auskosten muss, weil sie bald vorüber sind.
Und J, der Journalist, hat von den roten Preisselbeeren geschwärmt und wie die Landschaft zur einer bestimmten Zeit einfach total rot sei von diesen Sträuchern. Ist das nicht das, was Du mir auch geschildert hast? Auf jeden Fall waren diese Preisselbeeren der initiale Punkt, weshalb wir überhaupt auf Schweden zu sprechen kamen. Und du kannst Dir vorstellen, dass ich natürlich immer weiter gefragt habe und mehr und mehr wissen wollte, was denn dort oben so besonders sei. Und so sind die beiden älteren Knaben noch einmal richtig ins Schwärmen gekommen. Das war doch eigentlich recht köstlich, ganz abgesehen von den schmackhaften Preisselbeeren auf dem Fleisch.
*
Du klingst ein wenig erschöpft, meine Liebe. Ich würde Dir gerne in der Höhle den Rücken massieren und Dir neue Energie geben. Aber die länge meiner Arme reicht nicht ganz. Weshalb gehst Du nicht in die Sauna, oder vielleicht in ein Solarium. Ich glaube, dass das fehlende Licht auf das Gemüt schlägt. Ich jedenfalls habe in den letzten Jahren bemerkt, wie ich im Herbst gewöhnlich etwas mehr melancholisch werde. ... Es ist schon möglich, dass ein Sonnenenergiemangel eine Rolle spielt. So lass mich denn Deine Sonne spielen, Marlena.
Ich wünsche Dir einen sonnigen Tag
...
Iran ist megasonnig, nebenbei gesagt. Deshalb haben dort alle lachende Gemüter.
Liebste Marlena
Ach, ein paar Monate zusammengerollt mit Dir, der grossen weisen Bärin, das würde mir doch zusagen, in einer dunkeln, aber geschützten Höhle. Und dazu die Stille, so dass man nur das leise Liebesgeflüster hört. Das wäre doch wunderbar.
Es war ganz lustig gestern. Ich meine, der geschäftliche Teil ging einigermassen gut über die Bühne. Sie haben zwar wieder mal intensiv über Geld diskutiert, die Herren Direktoren und Bosse und Chefs. Aber die Beschlüsse waren dann ganz vernünftig. Und der neue Präsident hat eine kurze Antrittsrede gehalten und sein Dreipunkteprogramm vorgestellt. Weißt Du, welches sein erstes Ziel ist: dass keiner aus dem Club austritt. Ein reines Negativprogramm. Aber er meint es nicht so. Er ist ein Kunstmaler und ein ziemlich origineller Kopf. Es wird ihm in diesem Jahr schon was lustiges einfallen.
Und dann gab es ein essen. Und ich hatte zwei interessante Tischnachbarn. Beide waren mehrere Jahre in Schweden gewesen und waren begeistert. Und ich glaube, bei beiden ging die Liebe zu Schweden über schwedische Frauen. Der eine, heute ein älterer Gentleman, immer sehr schick gekleidet, Modejournalist, erzählte mir von seiner schwedischen Freundin, eine Adelige, mit der er in Sörland oder so ähnlich gelebt hatte. Er konnte sogar aus der schwedischen Literatur zitieren und die ersten Takte eines Liedes singen. Och, er hat richtig geschwärmt von den Schweden, ihrer Naturmystik, ihrer Liebe zur Geschichte und zur Literatur. Aber zwischen den Zeilen konntest Du sehen, dass er immer noch an seine adelige Liebe denkt. Und er meinte, sie hätten bloss nicht heiraten können, weil sie keinen Bürgerlichen heiraten konnte.
Und der andere Kollege, ein Klavierbauer, und sonst eigentlich ein stiller Typ hatte ganz leuchtende Augen, als er von den schwedischen Mädchen erzählte. Wenn er abends von der Arbeit nach Hause gekommen sei, hätten sie schon zu mehreren auf der Treppe gesessen und auf ihn gewartet. Als Ausländer hätte er auch an der Bar Alkohol bekommen können. Und wenn man den Mädchen eine Flasche zeigte, dann wären sie überall hin mitgekommen. Oder an einem Fest hätte er immer gefragt, woher die Mädchen kommen, und sich dann mit derjenigen beschäftigt, die 50km weit hergekommen ist, um sie anschliessend mit dem Auto wieder heimzubringen.
Du siehst, Marlena, die schwedischen Frauen haben einen Ruf, der durch ganz Europa weht. Man weiss ja nie so genau, was man davon halten kann, denn wir haben auch ziemlich Wein getrunken gestern Abend. Aber eines ist sicher: beide waren von den schwedischen Frauen tief beeindruckt. Und sie haben die intensiven Erlebnisse auch in Zusammenhang gebracht mit der langen Dunkelheit im Jahr, und der kurzen und intensiven Vegetationszeit. Es hat so geklungen, als ob man die paar sommerlichen Monate bis zur kürzesten Sekunde auskosten muss, weil sie bald vorüber sind.
Und J, der Journalist, hat von den roten Preisselbeeren geschwärmt und wie die Landschaft zur einer bestimmten Zeit einfach total rot sei von diesen Sträuchern. Ist das nicht das, was Du mir auch geschildert hast? Auf jeden Fall waren diese Preisselbeeren der initiale Punkt, weshalb wir überhaupt auf Schweden zu sprechen kamen. Und du kannst Dir vorstellen, dass ich natürlich immer weiter gefragt habe und mehr und mehr wissen wollte, was denn dort oben so besonders sei. Und so sind die beiden älteren Knaben noch einmal richtig ins Schwärmen gekommen. Das war doch eigentlich recht köstlich, ganz abgesehen von den schmackhaften Preisselbeeren auf dem Fleisch.
*
Du klingst ein wenig erschöpft, meine Liebe. Ich würde Dir gerne in der Höhle den Rücken massieren und Dir neue Energie geben. Aber die länge meiner Arme reicht nicht ganz. Weshalb gehst Du nicht in die Sauna, oder vielleicht in ein Solarium. Ich glaube, dass das fehlende Licht auf das Gemüt schlägt. Ich jedenfalls habe in den letzten Jahren bemerkt, wie ich im Herbst gewöhnlich etwas mehr melancholisch werde. ... Es ist schon möglich, dass ein Sonnenenergiemangel eine Rolle spielt. So lass mich denn Deine Sonne spielen, Marlena.
Ich wünsche Dir einen sonnigen Tag
...
Iran ist megasonnig, nebenbei gesagt. Deshalb haben dort alle lachende Gemüter.
Re: blauer Montag
Re: blauer Montag
Lieber ...,
Ich würde eher sagen, dass er grau ist, dieser Montag. Grau draussen und grau im Herzen oder im Sinn. Ich habe eigentlich im Augenblick zu nichts Lust. Nicht dass ich schlecht gelaunt wäre, das kommt sehr selten vor aber ich habe etwas Kummer. Eigentlich auch keinen grossen sondern nur eine Menge kleine Irritationsmomente, die dann auch den Becher füllen bis er eben droht überzulaufen.
Vielleicht ist es auch eine Müdigkeit die mit einer beginnenden Erkältung zu tun hat. Ich weiss nicht. Manchmal wünsche ich ich könnte es nun wie die Bären machen, mich zurückziehen und einen Winterschlaf halten. Dann im Frühjahr, wenn es wieder etwas hell wird und die Blumen anfangen zu spriessen, würde ich froh und zufrieden herauskommen und sofort nach dir Ausschau halten. Oder vielleicht kommst du mit? Das wäre doch am allerschönsten. Wir könnten ein paar Monate schön warm zusammen schlafen. Ich würde mich ganz dicht mit dem Rücken an deinen Bauch legen und mich dort zusammenrollen.
Aber es hilft nichts. Morgen früh, wenn es noch stockdunkel ist muss ich wieder mein warmes Bett verlassen und den täglichen Kampf aufnehmen.
Anna sitzt im Moment noch über ihren Mattebüchern, denn sie hat morgen eine grosse Prüfung und ich sollte eigentlich noch etwas vorbereiten.
Aber es muss auch so gehen. Ich bin schon immer gut im Improvisieren gewesen.(Ein Versuch vermildernde Umstände zu finden;-) Es wird mir etwas einfallen.
Du hast nun noch eine Stunde in deinem Club und gern möchte ich kurz hineinschaun und sehen was du dort machst. Erzähl mir ein wenig davon morgen, chéri. Und verzeih mir das kurze Mail.. es kommen wieder bessere Zeiten.
i M
Marlena
Ich habe heute ein liebes Mail von Mats erhalten, wo er mir von seiner Zeit an der Uni erzählt und versucht mich hinzulocken. So aus Entfernung scheut er nicht unser Milieu hier ein wenig unter die Lupe zu nehmen und es freut mich meine eigenen Gedanken aus seinem Mund zu hören.
Weisst du Schatz, es gibt nichts schlimmeres, als gegen Dummheit kämpfen zu müssen..
Schreibe mir bald, chéri, ich bin hungrig nach deinen Worten.
Lieber ...,
Ich würde eher sagen, dass er grau ist, dieser Montag. Grau draussen und grau im Herzen oder im Sinn. Ich habe eigentlich im Augenblick zu nichts Lust. Nicht dass ich schlecht gelaunt wäre, das kommt sehr selten vor aber ich habe etwas Kummer. Eigentlich auch keinen grossen sondern nur eine Menge kleine Irritationsmomente, die dann auch den Becher füllen bis er eben droht überzulaufen.
Vielleicht ist es auch eine Müdigkeit die mit einer beginnenden Erkältung zu tun hat. Ich weiss nicht. Manchmal wünsche ich ich könnte es nun wie die Bären machen, mich zurückziehen und einen Winterschlaf halten. Dann im Frühjahr, wenn es wieder etwas hell wird und die Blumen anfangen zu spriessen, würde ich froh und zufrieden herauskommen und sofort nach dir Ausschau halten. Oder vielleicht kommst du mit? Das wäre doch am allerschönsten. Wir könnten ein paar Monate schön warm zusammen schlafen. Ich würde mich ganz dicht mit dem Rücken an deinen Bauch legen und mich dort zusammenrollen.
Aber es hilft nichts. Morgen früh, wenn es noch stockdunkel ist muss ich wieder mein warmes Bett verlassen und den täglichen Kampf aufnehmen.
Anna sitzt im Moment noch über ihren Mattebüchern, denn sie hat morgen eine grosse Prüfung und ich sollte eigentlich noch etwas vorbereiten.
Aber es muss auch so gehen. Ich bin schon immer gut im Improvisieren gewesen.(Ein Versuch vermildernde Umstände zu finden;-) Es wird mir etwas einfallen.
Du hast nun noch eine Stunde in deinem Club und gern möchte ich kurz hineinschaun und sehen was du dort machst. Erzähl mir ein wenig davon morgen, chéri. Und verzeih mir das kurze Mail.. es kommen wieder bessere Zeiten.
i M
Marlena
Ich habe heute ein liebes Mail von Mats erhalten, wo er mir von seiner Zeit an der Uni erzählt und versucht mich hinzulocken. So aus Entfernung scheut er nicht unser Milieu hier ein wenig unter die Lupe zu nehmen und es freut mich meine eigenen Gedanken aus seinem Mund zu hören.
Weisst du Schatz, es gibt nichts schlimmeres, als gegen Dummheit kämpfen zu müssen..
Schreibe mir bald, chéri, ich bin hungrig nach deinen Worten.
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